GoSpiRo 2021 – Rückblick

GoSpiRo 2021 – Rückblick

GoSpiRo trotz Corona? Nachdem das im vergangenen Jahr durch besonderes Engagement des Organisationsteams um Chris Ballhausen bereits kein Problem darstellte, waren alle potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr froh, als im Januar ein Anmeldungslink für die GoSpiRo 2021 durch das Internet geisterte. Angemeldet, die ersten Sommerwochen abgewartet, und schon war es Zeit, wieder auf Tour zu gehen.

Die Gospeltour im Jahr 2021 startete – in leichter Abwandlung der guten, alten Tradition – mal wieder an einem Dienstag mit einem gemeinsamen Warm-Up einiger der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Gegrilltem und Getränken (sowie einer nicht geringen Menge an Mücken). Bei dieser Gelegenheit wurden natürlich auch gleich die berühmten Klopse (inklusive vegetarischer Alternativen) nebst der ebenso berühmten Tomatenbutter hergestellt, die auf der am nächsten Tag anstehenden Fahrt nach Barth als Wegzehrung dienen sollten.

Dergestalt vorbereitet und ausgestattet traf sich am Mittwoch fast die komplette Besetzung der GoSpiRo in der Gütchenstraße in Halle, um zusammen gen Norden aufzubrechen. Wenige Stunden und einen kleinen Urlaubsstau später fanden wir uns – wie jedes Jahr – im Bibelzentrum in Barth wieder, wo nach kurzer Einrichtungs- und Zeltaufbauphase auch schon die ersten Proben starteten. Die Band okkupierte die Ferienwohnung, der Chor unter der Leitung von Martin machte den Saal zum Probenort. Unser Chorleiter war von Berufswegen lange und auch mal komplexe Chorproben gewohnt und vermochte es, uns wieder und wieder zu Spitzenleistungen in den tagfüllenden Proben zu verhelfen, die nicht selten erst 22 Uhr endeten. Dennoch fanden wir in den ersten Tagen auch viel Zeit für Erholung, den einen oder anderen Trip an die Ostsee, Volleyball oder die beliebten Mittagspausen, um sich bei zugegeben verhältnismäßig kühlem Wetter auf die Wiese oder die Terrasse zu legen und die Seele baumeln zu lassen. 

Alsbald schon nahten dann der Samstag (also die Gesamtproben mit Chor und Band) und gleich darauf der Sonntag mit unserem ersten Konzert. 

Unsere Entscheidung, Band und Chor aufgrund der nicht so guten Wetterprognose im Saal zu postieren, stellte sich zwar als unbegründet heraus, tat aber einem sehr guten Fazit fürs erste Konzert keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Zuschauer reisten in fast rekordverdächtiger Zahl an und waren, obwohl am Ende nur noch Stehplätze verfügbar waren, durch und durch in Konzertlaune.

Der Montag war einer dieser klassischen Gospiro-Tage: ein paar Stunden am Strand in Wustrow, zwischendurch ein Backfisch, anschließend Aufbau und Soundcheck auf der Waldbühne Dierhagen. Weder der Ostseekasper noch die Zumba-Einheit konnten wir in diesem Jahr als Vorprogramm gewinnen – trotzdem fanden auch hier wieder erfreulich viele Zuschauer den Weg zu uns, nachdem wir im vergangenen Jahr coronabedingt vor nur wenigen Menschen gespielt hatten. 

Den freien Dienstag konnte man verbringen, wie man wollte: der Barther Hafen etwa oder auch die (leider geschlossene) Therme waren neben einer Fahrradtour mit verregnetem Ende die Hauptprogrammpunkte des Tages. So konnten wir dann am Mittwoch – nach einer Auffrischungsprobe und anschließendem Sonne-Tanken am Strand – Graal-Müritz mit einigermaßen erholten Stimmen beglücken. Zwischenzeitlich hatte nämlich nicht nur bereits der zweite Boni-Bus einen Defekt, sondern auch Gesundheit und Stimmen waren bei dem Einen oder der Anderen durch den großen Enthusiasmus beim Singen etwas angeschlagen. Regelmäßige Trips zur Apotheke mit vorheriger Bedarfsabfrage in der Signal-Gruppe waren deshalb an der Tagesordnung.

Der Donnerstag wartete mit herrlichstem Wetter auf, sodass wir uns dann doch nochmal bei sommerlichen Verhältnissen am Strand in Binz auf Rügen wiederfanden – alsbald geschmäht von einem „Sicherheitsdienst“, der sich mit anderen Strandbesuchern an unserer Badekleidung störte, weil wir uns ein paar Meter in den FKK-Bereich hinein verirrt hatten. Am Abend bespielten wir – eine Premiere – das Pfarrgelände nebst gespannter Zuhörer in Bergen und waren ob der grünen Bühne und der angenehmen Atmosphäre sehr beseelt, als wir spätabends ein letztes Mal nach Barth zurückfuhren. 

Am Freitag mussten wir unser Lager dort leider abbrechen und machten uns auf den Weg nach Burg. Auch der Boni-Bus wehrte sich gegen die Abfahrt von der Ostsee und musste erneut per Starterkabel motiviert werden. Angekommen in Burg gab es erneut eine Premiere; diesmal am Weinberg bei schon fast unverschämt sommerlichen Temperaturen, die wir uns an der Ostsee an einigen Tagen herbeigesehnt hatten. Auf der großen Wiese verteilte sich ein großes enthusiastisches Publikum zu einem Sommerabendkonzert und bedachte uns mit viel Applaus und in den Gesichtern erkennbarer Freude an unserer Musik.

 Zweifelsohne war der Höhepunkt der Tour (wie Felschie nicht müde wurde, in seiner Ansage zu erwähnen) das Konzert im altehrwürdigen Steintorvarieté in Halle. Nach einem entspannten Aufbruch in Burg erreichten wir dieses mit viel Zeitpuffer und wähnten uns nach einem geschafften Soundcheck schon in einem entspannten Nachmittag. Leider machten uns technische Schwierigkeiten einen Strich durch die Rechnung, aber gig-erprobt, wie wir alle schon waren, meisterten wir auch diese Hürde und konnten abends mit voller Energie – wenn auch leider wegen des abtrünnigen Chorleiters nebst Freundin nicht mehr vollständig – auf jener Bühne spielen, auf der auch schon viele andere Berühmtheiten ihr Publikum zu entzücken wussten. Für viele war das vermutlich eine erstmalige Erfahrung, geblendet von Scheinwerfern das Publikum nur schemenhaft zu sehen. Gekrönt wurde diese Erfahrung dann mit einem „Sternenhimmel“ aus Smartphone– Lichtern bei der Zugabe, den wir bei unseren Gesprächen am letzten Abend noch einige Male erwähnen würden.

Bilanz: Zwar hat die GoSpiRo 2021 den Arbeitstitel „Pannentour“ erhalten – viele erkältungsbedingte Ausfälle, Stimmprobleme, Defekte aller drei Boni-Busse… Dennoch waren sich nach dem von uns mitgestalteten Sonntagsgottesdienst in der Gütchenstraße in Halle alle einig, dass diese Pannen nicht das jedes Jahr aufs Neue einmalige und überaus mächtige Erlebnis des gemeinschaftlichen Aktivurlaubs Gospeltour“ trüben konnten

Vielen Dank an alle Unterstützer. Egal ob mit Spenden, Fördermitteln, helfenden Händen und und und….

Termin 2022: 3.-14. August

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